Wann hast du das letzte Mal gespürt, dass du wirklich liebst, was du tust?
„Wenn Sie keine Liebe mehr spüren in dem, was Sie tun – hören Sie auf. Oder fangen Sie neu an.“ Diesen Satz habe ich heute auf LinkedIn in einem Beitrag von Dr. Christian-R. Becker gelesen.
Er hat mich tief berührt. Dr. Christian-R. Becker teilte diesen Gedanken in einem medizinischen Kontext – mich hat er an etwas Grundsätzliches erinnert: wie lebenserhaltend wichtig es ist, das zu tun, was einem wirklich Freude bereitet.
Es geht darum, in der Basis unseres Tuns, dort, wo wir verankert sind, zufrieden zu sein.
Sich dort zu Hause zu fühlen.
Zu Hause, wo man Kraft tankt, wo man genährt wird und sich für ruppige Zeiten rüstet – und wo das Gefühl von innerer Freiheit wachsen kann.
Als ich die Liebe zu meiner Arbeit verlor
Ich habe vor meinem Wechsel ins Coaching lange Jahre in der betrieblichen Altersvorsorge mit Arbeitgebern und Mitarbeitern zusammengearbeitet.
Das Unternehmen hatte ich von meinem Bruder geerbt.
Nach seinem Tod fühlte ich mich ein bisschen verpflichtet, das weiterzumachen.
Ein bisschen war es auch Bequemlichkeit – ich musste mich kaum umstellen und vor allem nicht mit mir selbst auseinandersetzen.
Die Arbeit hat mir auch lange Spaß gemacht.
Ich war erfolgreich, hatte ein gutes Einkommen, alles bestens.
Aber eigentlich war es eben das Projekt meines Bruders, nicht meines.
Und irgendwann kam der Punkt, an dem ich keine Liebe mehr für diese Arbeit spüren konnte.
Das kann man eine Zeit lang wegdrücken, ignorieren oder sich’s schönreden.
Aber wenn man ehrlich zu sich ist und sich ganz ungeschminkt im Spiegel betrachtet, dann kommt der Moment, an dem man merkt:
Ich liebe nicht mehr, was ich tue.
Und wenn ich das nicht ändere, werde ich daran kaputt gehen – und damit auch meine Freiheit verlieren, mein Leben selbst zu gestalten.
Warum wir oft zu lange bleiben
Viele Menschen bleiben in Situationen – sei es im Beruf oder privat – obwohl sie innerlich längst wissen, dass die Liebe, Begeisterung oder Sinnhaftigkeit fehlt.
Manchmal ist es die Angst vor dem Unbekannten, manchmal Bequemlichkeit, manchmal die Sorge, andere zu enttäuschen.
Manchmal ist es auch der Gedanke: „So schlimm ist es ja nicht.“
Und genau hier lauert die Gefahr:
Wer zu lange in einer Situation verharrt, die ihn innerlich nicht mehr erfüllt, riskiert, dass die eigene Energie, Kreativität und Lebensfreude Schritt für Schritt erodieren.
Das geschieht oft leise und unauffällig – bis wir irgendwann merken, dass wir immer seltener lachen, dass gesundheitliche Probleme auftauchen, dass wir nur noch funktionieren.
Wenn die Freude leise verschwindet
Oft kündigt sich dieser Moment schleichend an.
Vielleicht merkst du, dass du morgens schlecht aus dem Bett kommst, weil dich der Tag nicht lockt.
Oder dass du Projekte, die früher Spaß gemacht haben, nicht mehr genießt.
Vielleicht bist du schneller gereizt, fühlst dich ausgelaugt, du bemerkst, dass deine Kreativität versiegt.
Alles kleine Anzeichen, dass irgendetwas nicht mehr so recht passt.
Bleib wach und ignoriere sie nicht. Je früher wir unsere Themen betrachten, desto leichter kommen wir voran.
Mein Neustart
Als sich bei mir solche Anzeichen mehrten, traf ich eine Entscheidung: für das, was mir wirklich wichtig ist.
Ich habe den Schritt gewagt, mein Unternehmen zu übergeben, und bin meinem inneren Kompass gefolgt. Der führte mich pfeilgerade zum Coaching.
Heute darf ich Menschen begleiten, die an einem Wendepunkt stehen – so wie ich damals.
Ich unterstütze sie dabei, wieder in Verbindung mit dem zu kommen, was sie nährt, erfüllt und antreibt.
Und endlich spüre ich wieder Liebe in dem, was ich tue.
Das ist ein wunderbares, warmes, nährendes Gefühl, das ich jedem wünsche – und für mich die Basis für echte innere Freiheit.
Wie man die eigene Liebe im Tun wiederfindet
Vielleicht spürst du gerade, dass du deine Arbeit oder bestimmte Lebensbereiche nicht mehr mit Freude füllst.
Das ist kein Grund zur Panik – aber ein wertvolles Signal.
Oft helfen diese drei ersten Schritte:
• Ehrlich hinsehen
Ohne Beschönigung.
Was genau fühlt sich nicht mehr stimmig an? Ist es das „Was“ (die Aufgabe selbst), das „Wie“ (die Rahmenbedingungen) oder das „Wofür“ (der Sinn dahinter)?
• Erlaubnis geben
Erlaube dir, den Gedanken an Veränderung zuzulassen – ohne sofort zu wissen, wie sie aussieht.
• Unterstützung suchen
Ob durch Coaching, Mentoring oder Austausch mit Menschen, die diesen Weg gegangen sind – alleine fällt es oft schwerer, den eigenen blinden Fleck zu erkennen.
In Bewegung bleiben
Liebe im Tun ist keine romantische Idealvorstellung, sondern eine essenzielle Grundlage für ein erfülltes und gesundes Leben – egal, ob im Beruf oder privat.
Sie ist das, was uns in schwierigen Zeiten trägt und uns Energie für Neues gibt.
Und wenn wir feststecken? Dann müssen wir uns bewegen. Bewegung schafft Platz und Handlungsspielraum. Kleine Veränderungen im Alltag bringen wieder Freude, Sinn und Verbundenheit mit uns selbst – und öffnen Türen zu mehr innerer und äußerer Freiheit.
Beides kann der Anfang einer spürbaren Veränderung sein.
Wie ist es bei dir?
Spürst du noch Liebe in dem, was du tust – oder gibt es Bereiche, bei denen sich ein genaueres Hinsehen lohnt?
Falls du merkst, dass sich etwas verändern darf – ob klein oder groß – begleite ich dich gerne auf diesem Weg.
Hier kannst du einen Termin buchen oder mir direkt schreiben coaching@mara-barrenscheen.de
#GanzKlarFrei