GanzKlarFrei-Blog.

Gedankliche Spaziergänge.

Coachin stehtan einer Schindelwand, persönlicher Blog zu innerer Klarheit

Veränderungen umsetzen: Wenn dein Kopf auf Alarm schaltet

Letzte Woche habe ich euch von 2 Veränderungen bei mir erzählt, die zwar Überwindung gekostet haben, aber tatsächlich kein so tiefer Einschnitt in meinen Alltag, in mein Dasein darstellten. Es ging um Veränderungen, die eigentlich machbar wären und bei denen wir trotzdem oft nicht ins Tun kommen. In diesen Situationen reicht oft ein sanfter Schubser, ein kleines Sprungbrett, das uns in Bewegung und ins Handeln bringt. Aber nicht jede Veränderung ist so. Manche schneiden tiefer ein:In unser Leben. Unsere Identität. Unsere Sicherheiten. Dann verändert sich oft auch das innere Erleben und es braucht mehr als nur einen ersten Schritt. Wenn der Wunsch da ist – und sofort

Weiterlesen »

Veränderung umsetzen: Wenn Wollen allein nicht reicht

Wir wollten in München ins Haus der Kunst. Die Türen innerhalb des Hauses sind drei Meter hohe, schwere Glastüren. Ich war vorausgegangen und kämpfte mit der Schwere der Tür, als mein damaliger Freund von hinten über mich griff und die Tür aufzog. Dankbar sah ich ihn an. Dann ging er an mir vorbei durch die Tür und ließ sie wieder los. Bäm! Die Tür fiel auf mich zurück und ich musste mich anstrengen, sie wieder in den Griff zu bekommen.   Im Nachhinein mutet die Szene fast komisch an. Eine Frau, drei Meter Glas, (k)ein Gentleman, der einfach weitergeht. Für mich war es ein entscheidender

Weiterlesen »

Wenn das Leben anders kommt: Wie wir mit Veränderungen umgehen, die uns nicht schmecken

Es ist ja eigentlich eine Lappalie. Ich fahr seit vielen Jahren an den gleichen Urlaubsort. Das garantiert mir sofortige und damit maximale Erholung. Jahrelang hatte sich dort nichts verändert, bis „plötzlich“ ein neues Café eröffnet wurde.   Am Anfang war ich entsetzt und echt beleidigt. Wieso muss jetzt da ein neues Café hin? Ohne meine Meinung dazu einzuholen! Zunächst habe ich das Café boykottiert. Da könnte ja jeder kommen. Inzwischen ist es zu einem festen Urlaubsritual geworden, mich dort einmal zu verwöhnen. So eine Vielfalt und liebevolle Präsentation von herrlichen Kuchen habe ich selten gesehen. Kleiner Twist, große Wirkung: weniger bewerten, mehr neugierig bleiben So

Weiterlesen »

Veränderung im Leben: Wenn „eigentlich okay“ nicht mehr reicht

Meine Klientin, Mitte 40, wirkte auf mich auf den ersten Blick wie jemand, bei dem alles stimmt. Sie hatte eine nette Familie, einen guten Job, ein gutes soziales Netz, kurz gesagt: ein Leben, das funktionierte.   Sie leitete unser Gespräch ganz klassisch mit dem Satz ein: „Eigentlich kann ich mich nicht beschweren, aber …“     Man hatte sie in der Arbeit versetzt. Die neue Position umfasste andere Aufgaben und war objektiv betrachtet durchaus gleichwertig. Trotzdem reibte sie sich daran. Nicht so sehr wegen der Inhalte, sondern weil sie nicht gefragt worden war. Weil über ihr Berufsleben entschieden worden war, ohne dass sie selbst wirklich

Weiterlesen »

Zurück in den Job – aber gibt es ein Zurück?

Sie war Personalleiterin und genoss ihre Position. Sie war beliebt, kam eigentlich mit allen gut aus – sogar der Koch kannte ihre persönlichen Präferenzen.   Dann wurde sie schwanger und bekam ihr erstes Kind. Kein Problem dachte sie. Ein Jahr Elternzeit, dann steige ich wieder ein.   Auf den ersten Arbeitstag zurück im Job freute sie sich. Dann kam die Realität: ihre Assistentin hatte eine andere Position erhalten, ihr komplettes Team war nach einer Umstrukturierung neu eingeteilt, die Zuständigkeiten hatten sich verändert. Und selbst der Koch konnte sich an ihre Lieblingsspeise nicht mehr erinnern.   Sie fühlte sich frustriert, ausgeschlossen und übergangen. Ein richtig blödes

Weiterlesen »

Warum starke Frauen zweifeln

Anja sitzt in einem Besprechungsraum mit zwei Vorständen. Sie präsentiert Zahlen, beantwortet Fragen, trifft Entscheidungen, ruhig, klar und konzentriert. Sie wirkt dabei souverän.   Und gleichzeitig denkt sie: Hoffentlich übersehe ich nichts, hoffentlich reicht das, was ich tue. Und hoffentlich merkt niemand, wie viel Unsicherheit ich gerade in mir trage. Zweifel ist kein Gegenbeweis für Kompetenz Viele Menschen verbinden Stärke mit innerer Ruhe und Klarheit, mit dem Gefühl, immer zu wissen, was als nächstes kommt. Aber so funktioniert das Leben selten.   Wer Verantwortung übernimmt, sieht Konsequenzen, Entscheidungen und Risiken. Dadurch fühlen sich manche Situationen innerlich viel weniger stabil an, als sie nach außen aussehen.

Weiterlesen »

Empty-Nest-Syndrom: Du hast hier gerade eine Wahl

Es war ein schönes Jahr. Christa, Anfang 60, hatte Lisa, Anfang 20, für ein Jahr bei sich aufgenommen. Beide hatten die neue Situation anfangs sehr genossen.   Sie verstanden sich gut. Es entstand Nähe, Vertrautheit, gemeinsame Routinen. Eine Selbstverständlichkeit miteinander. Christa empfand die Freundschaft zu so einem jungen Menschen als Geschenk. Lisa fühlte sich ernst genommen, nicht als ewiges Kind behandelt.   Zum Ende des Jahres hin veränderte sich das Verhältnis. Lisa nahm vermehrt mit ihren alten Freunden Kontakt auf, beschäftigte sich wieder stärker mit ihrem eigenen Leben. Sie ging öfter auf ihr Zimmer, orientierte sich neu, wurde unabhängiger. So, wie junge Menschen das irgendwann

Weiterlesen »

Du hast alles im Griff. Und trotzdem zieht es dich innerlich woanders hin.

Die Sauna, der Hund und das Essen. Eigentlich ist Sonntag mein Saunatag. Ehrlicher formuliert: war Sonntag mein Saunatag.   Heute war die Sauna schon am Aufheizen. Dann fiel mir ein: Der Hund muss raus. Das Essen ist noch nicht gekocht. – Was ist wichtiger, Essen oder Sauna? Heute das Essen. – Und die Wäsche liegt ja auch noch…   Ich hab die Sauna wieder abgestellt. Passt schon. „Ich kann mich zuhause nicht erholen.“ Eine Klientin brachte es neulich für sich auf den Punkt: Wenn ich wirklich Erholung will, muss ich weg. Daheim ausruhen, mal richtig abschalten? Unmöglich. Denn daheim muss sie funktionieren.   Und sie

Weiterlesen »

Du willst los – und gleichzeitig bleiben

Mit Anfang 30 war mein Leben unruhig, vieles war in Bewegung, viele Dinge sind weggebrochen oder ich habe sie in Frage gestellt. Und ich hatte eine Sehnsucht: Ich wollte wieder ins Ausland.   Das war kein flüchtiger Impuls. Ich hatte früher schon im Ausland gelebt, wusste, wie gut mir das tut, wie sehr mich das lebendig macht. Und darum war dieser Wunsch auch nicht so leicht abzutun.   Ich bin trotzdem geblieben.   Ich bin geblieben, weil das Leben immer mit am Tisch sitzt: da saßen meine Tochter, ein Alltag, der für sie funktioniert hat. Eine Struktur, die nicht nur mich betroffen hat.   Damals

Weiterlesen »

Du darfst wollen, was du willst

Anja weiß ziemlich genau, was sie will. Ein paar Tage Ruhe. Nicht erreichbar sein. Nicht alles im Blick behalten müssen. Einfach mal loslassen.   Der Wunsch ist sehr spürbar da. Und doch bleibt er oft genau das: Ein Wunsch.   Weil sofort etwas anderes auftaucht. Gedanken wie: Wer kümmert sich dann? Läuft es weiter? Was bleibt liegen?   Und vor allem: Wird es so gemacht, wie es gemacht werden sollte? Wenn es anders läuft als in deinem Kopf Manchmal zeigt sich das ganz banal. Die Spülmaschine ist eingeräumt, die Küche ist sauber, eigentlich ist das Ziel erreicht.   Und dennoch denkst du: so hätte ich

Weiterlesen »
Keine weiteren Beiträge

GanzKlarFrei-Blog.

Gedankliche Spaziergänge.

Veränderungen umsetzen: Wenn dein Kopf auf Alarm schaltet

Letzte Woche habe ich euch von 2 Veränderungen bei mir erzählt, die zwar Überwindung gekostet haben, aber tatsächlich kein so tiefer Einschnitt in meinen Alltag, in mein Dasein darstellten. Es ging um Veränderungen, die eigentlich machbar wären und bei denen wir trotzdem oft nicht ins Tun kommen. In diesen Situationen reicht oft ein sanfter Schubser, ein kleines Sprungbrett, das uns in Bewegung und ins Handeln bringt. Aber nicht jede Veränderung ist so. Manche schneiden tiefer ein:In unser Leben. Unsere Identität. Unsere Sicherheiten. Dann verändert sich oft auch das innere Erleben und es braucht mehr als nur einen ersten Schritt. Wenn der Wunsch da ist – und sofort

Weiterlesen »

Veränderung umsetzen: Wenn Wollen allein nicht reicht

Wir wollten in München ins Haus der Kunst. Die Türen innerhalb des Hauses sind drei Meter hohe, schwere Glastüren. Ich war vorausgegangen und kämpfte mit der Schwere der Tür, als mein damaliger Freund von hinten über mich griff und die Tür aufzog. Dankbar sah ich ihn an. Dann ging er an mir vorbei durch die Tür und ließ sie wieder los. Bäm! Die Tür fiel auf mich zurück und ich musste mich anstrengen, sie wieder in den Griff zu bekommen.   Im Nachhinein mutet die Szene fast komisch an. Eine Frau, drei Meter Glas, (k)ein Gentleman, der einfach weitergeht. Für mich war es ein entscheidender

Weiterlesen »

Wenn das Leben anders kommt: Wie wir mit Veränderungen umgehen, die uns nicht schmecken

Es ist ja eigentlich eine Lappalie. Ich fahr seit vielen Jahren an den gleichen Urlaubsort. Das garantiert mir sofortige und damit maximale Erholung. Jahrelang hatte sich dort nichts verändert, bis „plötzlich“ ein neues Café eröffnet wurde.   Am Anfang war ich entsetzt und echt beleidigt. Wieso muss jetzt da ein neues Café hin? Ohne meine Meinung dazu einzuholen! Zunächst habe ich das Café boykottiert. Da könnte ja jeder kommen. Inzwischen ist es zu einem festen Urlaubsritual geworden, mich dort einmal zu verwöhnen. So eine Vielfalt und liebevolle Präsentation von herrlichen Kuchen habe ich selten gesehen. Kleiner Twist, große Wirkung: weniger bewerten, mehr neugierig bleiben So

Weiterlesen »

Veränderung im Leben: Wenn „eigentlich okay“ nicht mehr reicht

Meine Klientin, Mitte 40, wirkte auf mich auf den ersten Blick wie jemand, bei dem alles stimmt. Sie hatte eine nette Familie, einen guten Job, ein gutes soziales Netz, kurz gesagt: ein Leben, das funktionierte.   Sie leitete unser Gespräch ganz klassisch mit dem Satz ein: „Eigentlich kann ich mich nicht beschweren, aber …“     Man hatte sie in der Arbeit versetzt. Die neue Position umfasste andere Aufgaben und war objektiv betrachtet durchaus gleichwertig. Trotzdem reibte sie sich daran. Nicht so sehr wegen der Inhalte, sondern weil sie nicht gefragt worden war. Weil über ihr Berufsleben entschieden worden war, ohne dass sie selbst wirklich

Weiterlesen »

Zurück in den Job – aber gibt es ein Zurück?

Sie war Personalleiterin und genoss ihre Position. Sie war beliebt, kam eigentlich mit allen gut aus – sogar der Koch kannte ihre persönlichen Präferenzen.   Dann wurde sie schwanger und bekam ihr erstes Kind. Kein Problem dachte sie. Ein Jahr Elternzeit, dann steige ich wieder ein.   Auf den ersten Arbeitstag zurück im Job freute sie sich. Dann kam die Realität: ihre Assistentin hatte eine andere Position erhalten, ihr komplettes Team war nach einer Umstrukturierung neu eingeteilt, die Zuständigkeiten hatten sich verändert. Und selbst der Koch konnte sich an ihre Lieblingsspeise nicht mehr erinnern.   Sie fühlte sich frustriert, ausgeschlossen und übergangen. Ein richtig blödes

Weiterlesen »

Warum starke Frauen zweifeln

Anja sitzt in einem Besprechungsraum mit zwei Vorständen. Sie präsentiert Zahlen, beantwortet Fragen, trifft Entscheidungen, ruhig, klar und konzentriert. Sie wirkt dabei souverän.   Und gleichzeitig denkt sie: Hoffentlich übersehe ich nichts, hoffentlich reicht das, was ich tue. Und hoffentlich merkt niemand, wie viel Unsicherheit ich gerade in mir trage. Zweifel ist kein Gegenbeweis für Kompetenz Viele Menschen verbinden Stärke mit innerer Ruhe und Klarheit, mit dem Gefühl, immer zu wissen, was als nächstes kommt. Aber so funktioniert das Leben selten.   Wer Verantwortung übernimmt, sieht Konsequenzen, Entscheidungen und Risiken. Dadurch fühlen sich manche Situationen innerlich viel weniger stabil an, als sie nach außen aussehen.

Weiterlesen »

Empty-Nest-Syndrom: Du hast hier gerade eine Wahl

Es war ein schönes Jahr. Christa, Anfang 60, hatte Lisa, Anfang 20, für ein Jahr bei sich aufgenommen. Beide hatten die neue Situation anfangs sehr genossen.   Sie verstanden sich gut. Es entstand Nähe, Vertrautheit, gemeinsame Routinen. Eine Selbstverständlichkeit miteinander. Christa empfand die Freundschaft zu so einem jungen Menschen als Geschenk. Lisa fühlte sich ernst genommen, nicht als ewiges Kind behandelt.   Zum Ende des Jahres hin veränderte sich das Verhältnis. Lisa nahm vermehrt mit ihren alten Freunden Kontakt auf, beschäftigte sich wieder stärker mit ihrem eigenen Leben. Sie ging öfter auf ihr Zimmer, orientierte sich neu, wurde unabhängiger. So, wie junge Menschen das irgendwann

Weiterlesen »

Du hast alles im Griff. Und trotzdem zieht es dich innerlich woanders hin.

Die Sauna, der Hund und das Essen. Eigentlich ist Sonntag mein Saunatag. Ehrlicher formuliert: war Sonntag mein Saunatag.   Heute war die Sauna schon am Aufheizen. Dann fiel mir ein: Der Hund muss raus. Das Essen ist noch nicht gekocht. – Was ist wichtiger, Essen oder Sauna? Heute das Essen. – Und die Wäsche liegt ja auch noch…   Ich hab die Sauna wieder abgestellt. Passt schon. „Ich kann mich zuhause nicht erholen.“ Eine Klientin brachte es neulich für sich auf den Punkt: Wenn ich wirklich Erholung will, muss ich weg. Daheim ausruhen, mal richtig abschalten? Unmöglich. Denn daheim muss sie funktionieren.   Und sie

Weiterlesen »

Du willst los – und gleichzeitig bleiben

Mit Anfang 30 war mein Leben unruhig, vieles war in Bewegung, viele Dinge sind weggebrochen oder ich habe sie in Frage gestellt. Und ich hatte eine Sehnsucht: Ich wollte wieder ins Ausland.   Das war kein flüchtiger Impuls. Ich hatte früher schon im Ausland gelebt, wusste, wie gut mir das tut, wie sehr mich das lebendig macht. Und darum war dieser Wunsch auch nicht so leicht abzutun.   Ich bin trotzdem geblieben.   Ich bin geblieben, weil das Leben immer mit am Tisch sitzt: da saßen meine Tochter, ein Alltag, der für sie funktioniert hat. Eine Struktur, die nicht nur mich betroffen hat.   Damals

Weiterlesen »

Du darfst wollen, was du willst

Anja weiß ziemlich genau, was sie will. Ein paar Tage Ruhe. Nicht erreichbar sein. Nicht alles im Blick behalten müssen. Einfach mal loslassen.   Der Wunsch ist sehr spürbar da. Und doch bleibt er oft genau das: Ein Wunsch.   Weil sofort etwas anderes auftaucht. Gedanken wie: Wer kümmert sich dann? Läuft es weiter? Was bleibt liegen?   Und vor allem: Wird es so gemacht, wie es gemacht werden sollte? Wenn es anders läuft als in deinem Kopf Manchmal zeigt sich das ganz banal. Die Spülmaschine ist eingeräumt, die Küche ist sauber, eigentlich ist das Ziel erreicht.   Und dennoch denkst du: so hätte ich

Weiterlesen »
Keine weiteren Beiträge