Die Sauna, der Hund und das Essen.
Eigentlich ist Sonntag mein Saunatag. Ehrlicher formuliert: war Sonntag mein Saunatag.
Heute war die Sauna schon am Aufheizen. Dann fiel mir ein: Der Hund muss raus. Das Essen ist noch nicht gekocht. – Was ist wichtiger, Essen oder Sauna? Heute das Essen. – Und die Wäsche liegt ja auch noch…
Ich hab die Sauna wieder abgestellt. Passt schon.
„Ich kann mich zuhause nicht erholen."
Eine Klientin brachte es neulich für sich auf den Punkt: Wenn ich wirklich Erholung will, muss ich weg. Daheim ausruhen, mal richtig abschalten? Unmöglich. Denn daheim muss sie funktionieren.
Und sie ist nicht allein damit. Wer im Funktionieren-Tunnel steckt, sieht keinen Tunnel.
Das aufgeräumte Leben macht uns dösig.
Und hier steckt der Kern: Der Laden läuft. Und damit er läuft, bleibt man dran. Damit man dranbleibt, läuft er weiter. Und weil er läuft, bleibt man dran. Das ist kein Unvermögen oder Luxusproblem. Es hat fast etwas Hypnotisches, ein ewiges Rad, das uns dabei aus unserer eigenen Entwicklung heraushält.
Wir kommen nicht weiter, weil alles so gut funktioniert.
Was braucht es, um aus diesem Kreislauf auszusteigen? Nicht viel. Aber etwas Entscheidendes.
Einen Moment, in dem wir ehrlich hinschauen, was hinter diesen Phrasen auf uns wartet. Hinter „Es geht grad nicht.“ Hinter „Ist doch alles okay.“ Hinter der abgestellten Sauna.
Was wartet dort auf uns, wenn wir die Alibi-Sätze mal beiseitelegen?
Manchmal wird genau das erst im Gespräch sichtbar, wenn wir hinter die eigenen Kulissen blicken.
Wenn du das anschauen willst, melde dich gern. Ein Gespräch, ganz unverbindlich, und wir schauen gemeinsam, was da auf dich wartet.
#GanzKlarFrei