Innere Freiheit ist kein Zustand

Über das stille Projekt, sich selbst zu gehören.

 

Innere Freiheit ist kein Zustand, den man einmal erreicht und dann besitzt. Sie ist in jedem von uns angelegt, wie ein Same, der schon da ist, bevor wir überhaupt wissen, dass wir ihn tragen.

 

Damit sich der Same zur Pflanze entwickeln kann und diese wächst und gedeiht, braucht es anhaltende Fürsorge.

Von außen und von innen

Wenn ich über innere Freiheit nachdenke, fällt mir auf, wie viele Erwartungen wir eigentlich mittragen und wie selten wir sie hinterfragen. Gerade in Phasen von Veränderung oder wenn wir nach mehr Klarheit im Leben suchen, wird das besonders spürbar. Die einen kommen von außen: unausgesprochene Regeln, eine Etikette, die einfach gilt. Die anderen kommen von innen: das eigene Bild von sich selbst, das man unbedingt erfüllen möchte. Die Antreiber. Das Gefühl, noch nicht genug zu sein.

 

Sich davon freizumachen bedeutet nicht, die Welt zu ignorieren. Es bedeutet, selbst zu entscheiden, wie viel Platz das alles in einem einnimmt.

 

Im Alltag passierte es mir häufig, dass ich eine Einladung vorschnell zusagte oder eine Erwartung sofort erfüllen wollte. Inzwischen nehme ich mir öfter einen Moment und antworte später, um zu prüfen, ob es wirklich für mich passt. Heute feiere ich diese Momente innerlich. Aber ich musste es mir regelrecht erlauben, nicht sofort zu reagieren.

Kein Ziel. Ein Prozess.

Innere Freiheit ist ein Prozess und der darf Zeit brauchen, gerade wenn man sich neu ausrichtet oder Entscheidungen treffen muss. Ich vergleiche es gerne mit einem Keller, den man ausmistet. Jeder kennt das: Man räumt raus, schafft Platz, atmet auf. Und dann füllt sich der Raum wieder. So geht es immer weiter.

 

Zur Wahrheit gehört: innere Freiheit ist nicht nur schön. Wer anfängt, sich unausgesprochenen Erwartungen zu entziehen, eckt an. Die Sicherheit, in der konformen Masse zu verschwinden, fällt weg. Gegen den Strom zu schwimmen, kann anstrengend werden. Das muss man aushalten können. Doch gleichzeitig, und das ist das Interessante, macht es auch Spaß. Weil man merkt: Das bin ich. Und das reicht.

Was bleibt

Innere Freiheit wächst nicht von allein, sie ist auch nicht nur einzelnen vorbehalten. Sie ist eine Einladung an jeden von uns, zu entscheiden: Wer steuert hier eigentlich? Die Erwartungen der anderen? Mein eigenes Bild von mir? Oder ich selbst, ganz bewusst und mit Herz?

 

Es braucht Mut, sich diese Frage ehrlich zu stellen. Und die Bereitschaft, sich selbst treu zu bleiben, auch wenn es einfacher wäre, es nicht zu tun.

 

Du spürst, da ist noch Raum in dir, aber du weißt noch nicht, wie du dorthin kommst?  Genau dafür ist Coaching bei Veränderung und für mehr innere Klarheit da. Melde dich gerne für ein Gespräch.

#GanzKlarFrei