GanzKlarFrei-Blog.

Gedankliche Spaziergänge.

Coachin stehtan einer Schindelwand, persönlicher Blog zu innerer Klarheit

Wer bist du, wenn du niemandem etwas beweisen musst?

Manchmal frage ich mich, wer wäre ich, wenn ich mir nicht beweisen müsste, dass ich das alles hinbekomme? Wenn ich mich von dieser Erwartung einfach freimachen dürfte?   Wir alle bewegen uns durch unser Leben in einem eigenen Denkraum. Er ist entstanden durch die Kultur, in der wir aufgewachsen sind, durch die Familie, die uns geprägt hat, durch Erfahrungen, die uns geformt haben. Er gibt uns Orientierung, Halt und Sicherheit. Er hilft uns, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.   Das Problem ist nicht der Raum selbst. Das Problem ist, dass wir irgendwann aufhören, ihn zu sehen. Die Eichenschrankwand im Wohnzimmer Ich denke manchmal

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Nicht-Entscheiden als stumme Form der Lebensgestaltung

Sie saß bei mir und blickte ins Leere. Die Frage, die ich gestellt hatte, war: „Was ist passiert?“   „Nichts“, sagte sie. „ Das ist es ja“.   Sie konnte nicht genau bestimmen, ab wann dieses Gefühl, dass das Leben irgendwie an ihr vorbeirennt, begonnen hatte. Es war wohl schon eine ganze Weile so. Erst fühlte es sich ein bisschen wie Langeweile an. Manchmal hatte sie das Gefühl, keine Kraft zu haben. Und dann kamen ihr Gedanken wie, „ach komm, du hast es doch gut“, „hey, schau dir mal deine Karriere an“ oder „es läuft doch, du kannst dich echt nicht beschweren“. Und dann lebte

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Denken allein macht noch keine gute Entscheidung

Wenn ich vor einer Entscheidung stehe, gehe ich ganz klar vor. Ich sammle alle Argumente für und wider. Gehe alle Möglichkeiten ab, durchdenke die Folgen, mache mir Listen. Und irgendwann entscheide ich dann.   Das passt für mache Entscheidungen auch gut. Aber es gibt immer wieder Entscheidungen, da bleibt ein komisches Gefühl zurück. Wie so ein komischer Nachgeschmack. Nicht greifbar und irgendwie irritierend.   Rational ergibt alles Sinn und trotzdem fühlt es sich nicht rund an. Man hat sich intensiv mit einer Entscheidung beschäftigt und merkt später, dass sie sich irgendwie leer anfühlt. Jetzt zeigt sich, dass Entscheiden eben mehr ist als ein rein gedanklicher

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Die Illusion der richtigen Entscheidung

Ich habe mal einen Film gesehen, der mit einer unspektakulären Szene begann.Eine Frau verlässt wütend das Büro, macht sich auf den Heimweg und rennt zur U-Bahn.   In der einen Version erwischt sie den Zug.In der anderen verpasst sie ihn.   Von diesem Moment an entfalten sich zwei Handlungsstränge.Zwei Geschichten, ausgelöst durch ein paar Sekunden Unterschied.   Der Ausgang der beiden Lebensläufe ist nicht gleich. Was bleibt, ist die quälende Frage: Welcher Weg wäre der bessere gewesen? Eine absurde Frage, denn sie ist letztlich nicht entscheidbar. Erstaunlich ist die Erkenntnis, wie sehr wir versuchen, rückblickend Entscheidungen anhand ihrer Konsequenzen zu bewerten.   Warum glauben wir

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Vom Druck, richtig entscheiden zu müssen

Meine liebe Schweizer Mentorin Doris gab mir vor vielen Jahren den Rat: „Eine Entscheidung, Mara, ist nur schwer, bis du sie getroffen hast.“   Ein Satz, der mich seitdem begleitet und dessen Wahrheit und Präzision ich bis heute bei mir und meinen Klient:innen immer wieder erlebe:Entscheidungen machen so lange Stress, bis sie entschieden sind.   Der Stress entsteht in der Regel nicht durch die Entscheidung selbst.Er entsteht davor über die Gedanken ans danach. Wenn Entscheiden zur Belastung wird Sobald eine Entscheidung ansteht, geraten wir unter Druck. Los geht’s im Gedankenkarusell: wir wägen ab, spielen die Variante eins durch, denken über alle Konsequenzen der Variante zwei

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Das Funktionieren ist der inneren Freiheit ihr Tod

Bastian Sick hat einem sprachlichen Phänomen einen prägnanten Titel gegeben: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.   Die Phrase selbst ist ein Beispiel für den sprachlichen Wandel, der sich im alltäglichen Gebrauch durchsetzt. Eigentlich ein grammatikalischer Fehler, den wir aber in der Alltagssprache akzeptieren.Mit der Zeit geht etwas verloren, weil wir im Alltag diese sprachlichen Feinheiten nicht mehr beachten. Und irgendwann hat der Dativ den Genitiv verdrängt.   Ich finde, dieses Modell lässt sich gut auf das Leben übertragen. Funktionieren als Auto-Modus Im Alltag geschieht etwas Ähnliches, nämlich dann, wenn Dichte entsteht. Wir haben immer mehr Termine, unsere Verantwortung wächst und unsere Freiräume werden

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Sie tragen, halten, leisten und brennen leise aus

Sie ist Mutter, Partnerin, beruflich in verantwortlicher Position, beste Freundin und kümmert sich noch um die Oma. Sie hält den Alltag zusammen, denkt mit, denkt voraus und denkt oft für alle. Sie hält Spannungen aus, übernimmt Verantwortung und leistet über lange Zeiträume hinweg.   Sie ist eine von denen, auf die man sich verlässt.   Von außen wirkt das stabil. Doch diese Stärke trägt sie oft wie ein Kostüm, eine Maske, die sie schützt und gleichzeitig verbirgt. Dahinter droht sie unter der Last zu zerbrechen. Diese Stärke ist real, mit den Aufgaben gewachsen und zur Selbstverständlichkeit geworden.   Gerade deshalb bleibt oft unbemerkt, dass sie

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Balance halten heißt bewegt bleiben

Viele Menschen erleben innere Balance als etwas, das man erreichen müsste – ruhig, stabil, ausgeglichen. Und sind irritiert, wenn sie sich gleichzeitig nach Rückzug und nach Lebendigkeit sehnen.   Besonders der Dezember macht dieses innere Spannungsfeld immer ganz besonders deutlich. Während im Außen ein Termin den nächsten jagt, drängt im Inneren vieles zur Ruhe, in die staade Zeit.   Meist sehnen wir uns dann nach einem ruhigen Abend für uns allein, einfach mal nichts müssen. Gleichzeitig  spüren wir ein starkes Verlangen nach Lebendigkeit und Verbindung. Nach der herzlichen Begegnung auf dem Markt, nach dem Gefühl dazuzugehören und am Leben aktiv teilzunehmen.   Dieses Spannungsfeld löst

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Alles läuft. Und trotzdem macht sich eine Leere breit

Ich erinnere mich an einen Moment im Urlaub vor einigen Jahren. Es war unser letzter Tag. Ich bin am Meer spazieren gegangen, war gut erholt, gelöst, ohne Anspruch. Und dann kam der Gedanke an die Rückreise, an mein Leben zu Hause. Plötzlich war da etwas, das ich kaum benennen konnte.Panik. Traurigkeit. Und dann ein Vakuum, eine stille Leere. Und mit ihr eine innere Enge, die mich körperlich regelrecht bedrängte. Und das nicht mal, weil etwas besonders Schlimmes auf mich wartete.Sondern, weil mir klar wurde: Auf dieses Leben, so wie ich es führte, hatte ich schon lange keine wirkliche Lust mehr. Wenn alles funktioniert – und

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Der erste Schritt zählt

Große Freiheit fängt klein an Sinngemäß habe ich neulich Folgendes in einem Post gelesen: 100 Meter zu laufen hat mehr mit einem Marathon gemein als auf dem Sofa zu sitzen. 100 Euro zu investieren hat mehr mit einem Millionär gemein als mit Pleite zu sein. 1 Satz zu schreiben hat mehr mit einem Buch gemein als nie einen Satz zu  schreiben. Darüber denke ich viel nach und mir wurde klar: Genau so ist es. In den Worten von Hermann Hesse klingt das so: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Und viel Kraft. Wir unterschätzen, wie viel Kraft in einem Anfang steckt. Wie oft wir ihn

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Wer bist du, wenn du niemandem etwas beweisen musst?

Manchmal frage ich mich, wer wäre ich, wenn ich mir nicht beweisen müsste, dass ich das alles hinbekomme? Wenn ich mich von dieser Erwartung einfach freimachen dürfte?   Wir alle bewegen uns durch unser Leben in einem eigenen Denkraum. Er ist entstanden durch die Kultur, in der wir aufgewachsen sind, durch die Familie, die uns geprägt hat, durch Erfahrungen, die uns geformt haben. Er gibt uns Orientierung, Halt und Sicherheit. Er hilft uns, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.   Das Problem ist nicht der Raum selbst. Das Problem ist, dass wir irgendwann aufhören, ihn zu sehen. Die Eichenschrankwand im Wohnzimmer Ich denke manchmal

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Nicht-Entscheiden als stumme Form der Lebensgestaltung

Sie saß bei mir und blickte ins Leere. Die Frage, die ich gestellt hatte, war: „Was ist passiert?“   „Nichts“, sagte sie. „ Das ist es ja“.   Sie konnte nicht genau bestimmen, ab wann dieses Gefühl, dass das Leben irgendwie an ihr vorbeirennt, begonnen hatte. Es war wohl schon eine ganze Weile so. Erst fühlte es sich ein bisschen wie Langeweile an. Manchmal hatte sie das Gefühl, keine Kraft zu haben. Und dann kamen ihr Gedanken wie, „ach komm, du hast es doch gut“, „hey, schau dir mal deine Karriere an“ oder „es läuft doch, du kannst dich echt nicht beschweren“. Und dann lebte

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Denken allein macht noch keine gute Entscheidung

Wenn ich vor einer Entscheidung stehe, gehe ich ganz klar vor. Ich sammle alle Argumente für und wider. Gehe alle Möglichkeiten ab, durchdenke die Folgen, mache mir Listen. Und irgendwann entscheide ich dann.   Das passt für mache Entscheidungen auch gut. Aber es gibt immer wieder Entscheidungen, da bleibt ein komisches Gefühl zurück. Wie so ein komischer Nachgeschmack. Nicht greifbar und irgendwie irritierend.   Rational ergibt alles Sinn und trotzdem fühlt es sich nicht rund an. Man hat sich intensiv mit einer Entscheidung beschäftigt und merkt später, dass sie sich irgendwie leer anfühlt. Jetzt zeigt sich, dass Entscheiden eben mehr ist als ein rein gedanklicher

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Die Illusion der richtigen Entscheidung

Ich habe mal einen Film gesehen, der mit einer unspektakulären Szene begann.Eine Frau verlässt wütend das Büro, macht sich auf den Heimweg und rennt zur U-Bahn.   In der einen Version erwischt sie den Zug.In der anderen verpasst sie ihn.   Von diesem Moment an entfalten sich zwei Handlungsstränge.Zwei Geschichten, ausgelöst durch ein paar Sekunden Unterschied.   Der Ausgang der beiden Lebensläufe ist nicht gleich. Was bleibt, ist die quälende Frage: Welcher Weg wäre der bessere gewesen? Eine absurde Frage, denn sie ist letztlich nicht entscheidbar. Erstaunlich ist die Erkenntnis, wie sehr wir versuchen, rückblickend Entscheidungen anhand ihrer Konsequenzen zu bewerten.   Warum glauben wir

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Vom Druck, richtig entscheiden zu müssen

Meine liebe Schweizer Mentorin Doris gab mir vor vielen Jahren den Rat: „Eine Entscheidung, Mara, ist nur schwer, bis du sie getroffen hast.“   Ein Satz, der mich seitdem begleitet und dessen Wahrheit und Präzision ich bis heute bei mir und meinen Klient:innen immer wieder erlebe:Entscheidungen machen so lange Stress, bis sie entschieden sind.   Der Stress entsteht in der Regel nicht durch die Entscheidung selbst.Er entsteht davor über die Gedanken ans danach. Wenn Entscheiden zur Belastung wird Sobald eine Entscheidung ansteht, geraten wir unter Druck. Los geht’s im Gedankenkarusell: wir wägen ab, spielen die Variante eins durch, denken über alle Konsequenzen der Variante zwei

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Das Funktionieren ist der inneren Freiheit ihr Tod

Bastian Sick hat einem sprachlichen Phänomen einen prägnanten Titel gegeben: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod.   Die Phrase selbst ist ein Beispiel für den sprachlichen Wandel, der sich im alltäglichen Gebrauch durchsetzt. Eigentlich ein grammatikalischer Fehler, den wir aber in der Alltagssprache akzeptieren.Mit der Zeit geht etwas verloren, weil wir im Alltag diese sprachlichen Feinheiten nicht mehr beachten. Und irgendwann hat der Dativ den Genitiv verdrängt.   Ich finde, dieses Modell lässt sich gut auf das Leben übertragen. Funktionieren als Auto-Modus Im Alltag geschieht etwas Ähnliches, nämlich dann, wenn Dichte entsteht. Wir haben immer mehr Termine, unsere Verantwortung wächst und unsere Freiräume werden

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Sie tragen, halten, leisten und brennen leise aus

Sie ist Mutter, Partnerin, beruflich in verantwortlicher Position, beste Freundin und kümmert sich noch um die Oma. Sie hält den Alltag zusammen, denkt mit, denkt voraus und denkt oft für alle. Sie hält Spannungen aus, übernimmt Verantwortung und leistet über lange Zeiträume hinweg.   Sie ist eine von denen, auf die man sich verlässt.   Von außen wirkt das stabil. Doch diese Stärke trägt sie oft wie ein Kostüm, eine Maske, die sie schützt und gleichzeitig verbirgt. Dahinter droht sie unter der Last zu zerbrechen. Diese Stärke ist real, mit den Aufgaben gewachsen und zur Selbstverständlichkeit geworden.   Gerade deshalb bleibt oft unbemerkt, dass sie

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Balance halten heißt bewegt bleiben

Viele Menschen erleben innere Balance als etwas, das man erreichen müsste – ruhig, stabil, ausgeglichen. Und sind irritiert, wenn sie sich gleichzeitig nach Rückzug und nach Lebendigkeit sehnen.   Besonders der Dezember macht dieses innere Spannungsfeld immer ganz besonders deutlich. Während im Außen ein Termin den nächsten jagt, drängt im Inneren vieles zur Ruhe, in die staade Zeit.   Meist sehnen wir uns dann nach einem ruhigen Abend für uns allein, einfach mal nichts müssen. Gleichzeitig  spüren wir ein starkes Verlangen nach Lebendigkeit und Verbindung. Nach der herzlichen Begegnung auf dem Markt, nach dem Gefühl dazuzugehören und am Leben aktiv teilzunehmen.   Dieses Spannungsfeld löst

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Alles läuft. Und trotzdem macht sich eine Leere breit

Ich erinnere mich an einen Moment im Urlaub vor einigen Jahren. Es war unser letzter Tag. Ich bin am Meer spazieren gegangen, war gut erholt, gelöst, ohne Anspruch. Und dann kam der Gedanke an die Rückreise, an mein Leben zu Hause. Plötzlich war da etwas, das ich kaum benennen konnte.Panik. Traurigkeit. Und dann ein Vakuum, eine stille Leere. Und mit ihr eine innere Enge, die mich körperlich regelrecht bedrängte. Und das nicht mal, weil etwas besonders Schlimmes auf mich wartete.Sondern, weil mir klar wurde: Auf dieses Leben, so wie ich es führte, hatte ich schon lange keine wirkliche Lust mehr. Wenn alles funktioniert – und

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Der erste Schritt zählt

Große Freiheit fängt klein an Sinngemäß habe ich neulich Folgendes in einem Post gelesen: 100 Meter zu laufen hat mehr mit einem Marathon gemein als auf dem Sofa zu sitzen. 100 Euro zu investieren hat mehr mit einem Millionär gemein als mit Pleite zu sein. 1 Satz zu schreiben hat mehr mit einem Buch gemein als nie einen Satz zu  schreiben. Darüber denke ich viel nach und mir wurde klar: Genau so ist es. In den Worten von Hermann Hesse klingt das so: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“ Und viel Kraft. Wir unterschätzen, wie viel Kraft in einem Anfang steckt. Wie oft wir ihn

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