Anja weiß ziemlich genau, was sie will. Ein paar Tage Ruhe. Nicht erreichbar sein. Nicht alles im Blick behalten müssen. Einfach mal loslassen.
Der Wunsch ist sehr spürbar da. Und doch bleibt er oft genau das: Ein Wunsch.
Weil sofort etwas anderes auftaucht. Gedanken wie: Wer kümmert sich dann? Läuft es weiter? Was bleibt liegen?
Und vor allem: Wird es so gemacht, wie es gemacht werden sollte?
Wenn es anders läuft als in deinem Kopf
Manchmal zeigt sich das ganz banal. Die Spülmaschine ist eingeräumt, die Küche ist sauber, eigentlich ist das Ziel erreicht.
Und dennoch denkst du: so hätte ich es nicht gemacht.
Meistens geht es in solchen Momenten weniger um das Ergebnis. Vielmehr geht es um die Art und Weise, um das eigene Bild davon, wie etwas „richtig“ ist. Anjas innerer Anspruch definiert das sehr klar. Sie hat eine konkrete Vorstellung davon, wie es sein muss, damit es sich richtig anfühlt. Das hat sie weit gebracht: Beruflich, in der Familie, in allem, was sie selbst trägt und organisiert.
Gleichzeitig wird genau dieser Maßstab für sie zum Hindernis, denn loslassen bedeutet in vielen Fällen, dass die Dinge anders laufen. Nicht unbedingt schlechter, aber anders.
Das auszuhalten ist oft der schwierige Teil.
Sich zu nehmen, was man will, hat einen Preis
Die meisten wissen sehr genau, was sie wollen. Es stellt sich eine andere Frage: Was bin ich bereit, dafür loszulassen?
Eine Auszeit kann zum Beispiel bedeuten, dass anderes liegen bleibt oder von jemand anderem übernommen wird. Verantwortung abzugeben, heißt auch, Einfluss abzugeben.
Und Einfluss gibt Sicherheit.
Wer ihn loslässt, bewegt sich in einem Raum, der weniger kontrollierbar ist. Dinge entwickeln sich anders. Entscheidungen werden anders getroffen.
Das kann gut sein. Es kann aber auch reiben.
Wenn Entlastung nur dann akzeptabel ist, wenn alles genauso weiterläuft wie vorher, wird sie kaum möglich sein.
Wenn Ruhe erst dann Raum bekommt, wenn alles perfekt organisiert ist, bleibt sie auf Abstand.
Ehrlich sein, auch wenn es unbequem ist
Du darfst wollen, was du willst. Und gleichzeitig darfst du erkennen, was dieser Wunsch bedeutet.
Vielleicht willst du eine Pause. Und gleichzeitig möchtest du, dass alles weiterhin deinen Maßstäben entspricht.
Beides hat seinen Wert. Beides hat Konsequenzen.
Wenn du ehrlich und bewusst entscheidest, ist die wesentliche Frage: was willst du wirklich wirklich?
In dem Moment, in dem du klar siehst, was du willst und ebenso klar siehst, was es dich kostet, kannst du eine freie Entscheidung treffen.
Nimm dir einen Moment und frage dich ehrlich: Was willst du gerade wirklich? Und was daran hält dich davon ab, es dir zu nehmen.
Wenn du merkst, dass du an diesem Punkt immer wieder hängen bleibst und neugierig bist, wie Coaching dich auf diesem Weg begleiten kann, dann lade ich dich herzlich ein, das einmal gemeinsam anzuschauen. In einem Vorgespräch sortieren wir das, ohne Druck, mit echtem Blick auf das, was für dich stimmig ist.
#GanzKlarFrei