Manchmal frage ich mich, wer wäre ich, wenn ich mir nicht beweisen müsste, dass ich das alles hinbekomme? Wenn ich mich von dieser Erwartung einfach freimachen dürfte?
Wir alle bewegen uns durch unser Leben in einem eigenen Denkraum. Er ist entstanden durch die Kultur, in der wir aufgewachsen sind, durch die Familie, die uns geprägt hat, durch Erfahrungen, die uns geformt haben. Er gibt uns Orientierung, Halt und Sicherheit. Er hilft uns, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.
Das Problem ist nicht der Raum selbst. Das Problem ist, dass wir irgendwann aufhören, ihn zu sehen.
Die Eichenschrankwand im Wohnzimmer
Ich denke manchmal an die Generation meiner Eltern. Damals kaufte man nach der Heirat eine Eichenschrankwand für das Wohnzimmer und die stand dann dort bis ans Lebensende. Nicht weil sie schön war, sondern weil sich das so gehörte.
Heute sind wir viel geübter darin, unsere Räume umzugestalten, Dinge auszutauschen, neu anzufangen. Und trotzdem: Manchmal sitzen wir noch in einem Raum, der längst nicht mehr zu uns passt. Manchmal glauben wir, wir müssen uns an Maßstäbe halten, die schon lange niemand mehr von uns verlangt.
Die Wände dieser Räume sind für uns nicht sichtbar. Und gerade deshalb sind sie so wirksam.
Wenn Beweislogik das Fundament deines Lebens ist
Viele unserer Entscheidungen entstehen aus einem inneren Beweisdruck. „Ich schaffe das.“ „Ich gebe nicht auf.“ „Ich trage Verantwortung.“ Das kann echte Kraft geben. Es kann aber auch dazu führen, dass wir uns immer weiter von uns selbst entfernen, ohne es zu merken.
Und irgendwann kommt ein Moment, wo man sich fragt: Würde ich das eigentlich noch so machen, wenn mich niemand dabei beobachtet?
Was würde sich verändern, wenn du erkennen würdest, dass ein Teil deines Lebens nicht aus deinem eigenen Wunsch entstanden ist, sondern aus Anpassung?
Wer bist du, wenn du nichts mehr beweisen musst?
Der Unterschied zwischen Beweislogik und Selbstkontakt ist einfach: Beweislogik fragt: Was muss ich tun, damit die anderen mich sehen? Selbstkontakt fragt: Wie will ich mich selbst spüren?
Was wäre, wenn du dich einmal davon freimachen könntest? Wenn du nicht beweisen müsstest, dass du funktionierst, dass du durchhältst, dass du gut genug bist?
Wer wärst du dann?
Die Wände sind verrückbar
Ein Denkraum ist kein Gefängnis. Er ist eher wie ein Raum, den du irgendwann eingerichtet hast und der vielleicht einfach mal einen neuen Anstrich braucht. Oder eine eingerissene Wand. Oder ein größeres Fenster.
Im Coaching passiert genau das: Wir gehen gemeinsam durch deinen Raum. Ich zeige dir die Wände, die du vielleicht längst nicht mehr siehst. Wir schauen, was davon noch zu dir passt und was du getrost verändern kannst. Nicht alles auf einmal. Aber in deinem Tempo, in deiner Richtung.
Vielleicht geht es im Leben gar nicht darum, alles richtig zu machen oder anderen zu zeigen, dass man es kann. Vielleicht geht es darum, immer wieder zurückzufinden zu der Frage: Was entspricht mir eigentlich wirklich?
Neugierig, wer du sein könntest?
Wenn du das Gefühl kennst, dass du irgendwie immer an der gleichen Wand entlangläufst oder dass du dir selbst schon länger nicht mehr wirklich begegnet bist, dann könnte ein Gespräch ein guter Anfang sein.
In einem unverbindlichen Vorgespräch schauen wir gemeinsam, was dich gerade wirklich bewegt und ob Coaching für dich ein sinnvoller nächster Schritt sein kann.
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